Die Deutschen setzen auf den Hausarzt

Knapp 40% der Patienten haben sich Meinungen mehrerer Fachärzte eingeholt

Der Hausarzt ist für die Deutschen in den allermeisten Fällen die erste Anlaufstelle im Krankheitsfall. Das zeigt die Gesundheitsstudie 2011 von Produkt + Markt. Im Falle einer Erkrankung gehen 70% der Patienten immer zuerst zum Hausarzt. Weitere 24% haben einen festen Hausarzt, den sie nicht immer, aber in den meisten Fällen zuerst konsultieren. 6% der Deutschen kommen ohne Hausarzt aus und entscheiden sich jeweils situativ für einen spezialisierten Facharzt oder Allgemeinmediziner. 

Viele Menschen nutzen die Möglichkeit, eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen oder den Facharzt im Verlauf einer akuten und chronischen Erkrankung zu wechseln. So geben etwa 40% aller Patienten an, bei einer Erkrankung bereits einmal verschiedene Ärzte einer Fachrichtung aufgesucht zu haben, um sich hinsichtlich Diagnose und Therapie abzusichern oder Alternativen aufgezeigt zu bekommen. 

In 44% der Fälle treffen die Patienten die Entscheidung für einen weiteren Facharztbesuch selbst. Fast ebenso häufig erfolgen die Zweitkonsultationen auf Empfehlungen des behandelnden Arztes, der dann zu einem Kollegen überweist. 

Im Rahmen der Gesundheitsstudie 2011 hat Produkt + Markt im September 2011 eine repräsentative Befragung bei 600 Bundesbürgern durchgeführt und diese zur gesunden Lebensführung, Gesundheitseinstellungen, Krankenversicherung und zu ihrer Rolle als Patienten befragt. Auszüge aus der Studie erscheinen wöchentlich auch auf www.produktundmarkt.de



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