Spendenbereitschaft in Deutschland
Produkt + Markt hat Ende September im Rahmen einer repräsentativen Mehrthemenbefragung (P+M Online-Bus) einige Fragen zum bisherigen Spendenverhalten in 2010 gestellt. Von den n = 1.000 Befragten haben bereits 44% einen Geldbetrag gespendet. In den meisten Fällen handelte es sich dabei um eine oder mehrere Einzelspenden und seltener um Spendenmitgliedschaften.
23% haben bisher noch nichts gespendet, würden dieses aber nicht grundsätzlich ausschließen.
Die Vorweihnachtszeit, mit den Spendenaufrufen von verschiedenen Organisationen, z.B., Brot für die Welt, Misereor, Welthungerhilfe in TV und Print, motiviert sicherlich noch einige, mit einer Geldspende anderen zu helfen. Ein Drittel der Befragten ist sich jedoch sehr sicher, in diesem Jahr nichts zu spenden.
Durch die enorm hohe Anzahl an Naturkatastrophen in 2010, angefangen mit dem verheerenden Erdbeben auf Haiti, gefolgt von Erdrutschen und Überschwemmungen in China und Pakistan, ist die Hilfs- und Spendenbereitschaft in Deutschland wieder zu einem Thema geworden. Immerhin 26% aller Befragten geben an, in diesem Jahr aktuelle Hilfsprojekte, z.B. für Katastrophenofer unterstützt zu haben. Des Weiteren spenden 25% Geld für gemeinnützige Organisationen und Projekte. Religiöse, kulturelle oder politische Organisationen und Initiativen erhalten nur von jeweils 6% der Befragten Spendengelder.
Erkennbar ist, dass die Spendenbereitschaft mit dem Alter steigt. So haben 2010 bisher 53% der über 50-jährigen Geld gespendet. Bei den 16- bis 35-jährigen waren es lediglich 40%. Im Osten ist die Bereitschaft zu spenden deutlich geringer ausgeprägt als in Nord- oder West-Deutschland, was unter anderem mit den geringeren Einkommen zusammenhängt.
Seite drucken







