Welche Kriterien sind für den Kauf verarbeiteter Lebensmittel entscheidend?
Ende 2007 hat Produkt + Markt im Rahmen einer repräsentativen Telefonbefragung (bundesdeutsche Bevölkerung ab 18 Jahre) einen Anteil von 47 % ermittelt, die angegeben haben (fast) immer oder häufig Bio-Lebensmittel einzukaufen. Lediglich 11 % haben fast ausschließlich Lebensmittel aus konventioneller Erzeugung gekauft.
Im Februar 2010 wurde diese Frage erneut an 1.600 Verbraucher gerichtet. Der Anteil intensiver Bio-Käufer hat mittlerweile die 50%-Marke überschritten. Diese Entwicklung wird sowohl von den Frauen als auch Männern getragen, wie auch von allen Befragten bis zu einem Alter von 59 Jahren. In der Altersgruppe der über 60-Jährigen hingegen werden die Werte aus 2007 knapp bestätigt.
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Auch wenn die Befragten im Hinblick auf eine klimaschonende Produktion dem Bio-Anbau einen eindeutig einen positiveren Effekt zuordnen, so zeigt sich dies nicht unbedingt in den einkaufsentscheidenden Kriterien.
So waren die Befragten aufgefordert, im Rahmen von Paarvergleichen zu entscheiden, welches von zwei vorgegebenen Kriterien bei der Kaufentscheidung eine wichtigere Rolle spielt.
Es gewinnt hier sehr eindeutig der gute Geschmack, d.h. letztendlich die Erfahrungen mit dem jeweiligen Produkt. Die weitere Rangfolge der abgefragten Kriterien entnehmen Sie dem folgenden Übersichtschart:
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Der biologische Anbau rangiert unter den 9 abgefragten Kriterien lediglich im Mittelfeld auf Platz 5. Diese Präferenzrangfolge ändert sich auch nicht, wenn man eine Auswertung differenziert nach verschiedenen soziodemografischen Kriterien vornimmt - egal, ob weiblich oder männlich, jung oder alt, Haushalt mit oder ohne Kinder.
Betrachtet man in diesem Zusammenhang eine Sub-Gruppe von Bio-Fans (d.h. Verbraucher, die angeben, (fast) immer Bio-Produkte zu kaufen), so achten diese sehr deutlich auf die Anbauweise bei verarbeiteten Lebensmitteln. Gentechnisch unverändert, keine Zusatzstoffe und die regionale Herkunft sind die weiteren Kriterien, erst dann gefolgt vom Geschmack.
Für die Personen, die (fast) nie Bio-Produkte kaufen, steht der Geschmack an erster Stelle, dann die regionale Herkunft und auf dem Platz 3 der preiswerte Einkauf.
Die in dieser News gezeigten Charts sowie weitere Charts zu diesem Thema können Sie hier downloaden:
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