Sieben Storytelling-Tipps für die Marktforschung, die Sie sofort anwenden können

Formuliert von Heiner Junker, Trainer & Facilitator
Gute Marktforschung braucht klare Geschichten. Nicht zur Unterhaltung, sondern um Daten verständlich zu machen, Perspektiven zu öffnen und Entscheidungen zu erleichtern. Heiner Junker hat sieben Tipps entwickelt, die Sie direkt umsetzen können. Sie stärken die Wirkung Ihrer Präsentationen, Workshops und Reports und schaffen mehr Orientierung in komplexen Befunden.

01 | Starten Sie ohne Anlauf

Die ersten Sekunden entscheiden. Das Publikum prüft sofort, ob sich die Aufmerksamkeit lohnt. Lange Vorreden bremsen. Ein prägnanter Fakt, eine überraschende Zahl oder eine echte Beobachtung aus dem Feld öffnet Türen. Sie setzen damit ein Signal: Es geht um Relevanz und Klarheit.

Direkt anwenden: Beginnen Sie mit einem Satz, der ein Aha erzeugt. Kein „Heute möchte ich Ihnen zeigen …“, sondern sofort ein Befund oder Widerspruch aus der Studie.

02 | Klären Sie Ziel und Zielgruppe

Storytelling wirkt nur, wenn das Format zum Ziel passt. Visualisierungen helfen, wenn Daten komplex sind. Zitate und Artefakte fördern Perspektivwechsel. Interaktive Elemente aktivieren Teams. Offene Fragen fördern Innovation.

Direkt anwenden: Notieren Sie vor dem Schreiben: „Nach dieser Story soll das Publikum …“. Wählen Sie danach Stil, Beispiele und Medien bewusst aus.

03 | Verlassen Sie den roten Faden

Studien haben selten nur eine Story. Daten enthalten Spannungen, Überraschungen, Nebenwege. Wer alles in einen einzigen roten Faden zwingt, verliert Erkenntnisse. Gute Stories erlauben mehrere Stränge. Sie zeigen Widersprüche und erklären, warum Realität selten linear ist.

Direkt anwenden: Sammeln Sie alles, was das geplante Narrativ irritiert. Bauen Sie mindestens eine zweite Perspektive in den Bericht ein.

04 | Schreiben Sie die Story zum Schluss

Wenn eine Story zu früh entsteht, färbt sie die Analyse. Bilder im Kopf steuern Interpretation. Deshalb müssen Analyse, Interpretation und Erzählung getrennte Schritte bleiben.

Direkt anwenden: Erst Daten prüfen. Dann Muster deuten. Erst danach schreiben. Die Geschichte entsteht zuletzt.

05 | Lassen Sie das Ende offen

Ein klassisches Ende schließt Denken ab. In der Marktforschung soll es öffnen. Nutzen Sie offene Fragen wie „Wie könnten wir …?“ oder Impulse aus ungewöhnlichen Datenpunkten. Offene Enden erleichtern Teams den Übergang in Ideation.

Direkt anwenden: Schließen Sie Präsentationen mit drei bis fünf Impulsfragen, die sofort Lust auf Weiterdenken machen.

06 | Lassen Sie die Menschen sprechen

Authentizität entsteht, wenn die Zielgruppen selbst zu Wort kommen. Zitate, Bilder, Videos oder kleine narrative Sequenzen zeigen, was Menschen fühlen, erwarten oder ablehnen. Projektive Tools wie PIC|MOTION, VAL|LERY oder BRAND|VIEW machen Emotionen sichtbar, die verbal oft verborgen bleiben.

Direkt anwenden: Geben Sie jedes Zitat und jedes Bild auf eine eigene Folie. Nutzen Sie mindestens ein Tool, das Emotionen visuell zeigt oder Marken als Figur erlebbar macht.
07 | Setzen Sie Emotionen gezielt ein
Emotionen helfen beim Erinnern. Sie schaffen Nähe und Orientierung. Aber sie können auch Fakten überlagern. Ein gutes Storytelling balanciert beides. Emotionen sollen sensibilisieren, nicht ablenken. Reflexionsfragen helfen, die Verbindung zur Entscheidungsebene zu halten.

Direkt anwenden: Nach emotionalen Momenten fragen Sie: „Was heißt das für unser Projekt? Für unsere Entscheidung?“. So führen Sie das Team zurück zur fachlichen Ebene.
Fazit
Storytelling ist kein Schmuck. Es ist eine methodische Fähigkeit, die Daten, Menschen und Entscheidungen zusammenführt. Die sieben Tipps von Heiner Junker helfen Ihnen, sofort mehr Wirkung zu erzielen, egal ob Sie qualitative oder quantitative Insights präsentieren.

Mehr Tipps, Training oder individuelle Unterstützung?

Dann sprechen Sie Heiner Junker direkt an. Er begleitet Teams dabei, Research-Ergebnisse klarer, wirkungsvoller und strategischer einzusetzen.

Anfrage
Interesse geweckt? Melden Sie sich!
Lesen Sie auch: