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Deutschland: Künstliche Intelligenz soll Ärzte nicht ersetzen

Internationale WIN-Studie zeigt zwiespältige Einstellung auf

Lieber Mensch statt Maschine: 43% Prozent der Deutschen möchten nicht, dass Künstliche Intelligenz den Arzt ersetzt. Ähnlich viele Menschen in Deutschland würden nie Apps wie z. B. Fitnesstracker benutzen, da diese persönliche Daten verwenden. Die Angst, den Job in den nächsten 10 Jahren aufgrund Künstlicher Intelligenz zu verlieren, ist dagegen eher gering. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie des WIN-Netzwerks, die in 40 Ländern weltweit die Einstellung der Bevölkerung zu innovativen Technologien erforscht. 

International gehen die Meinungen zu diesen Themen weit auseinander und fallen je nach Herkunftsland sehr unterschiedlich aus.

Während man in Deutschland nichts auf seine Ärzte kommen lässt, würden Menschen im Libanon (22%) oder in Indien (24%) es durchaus begrüßen, wenn KI den Arzt ersetzen würde. Dies lässt sich vermutlich auf den Zustand der jeweiligen Gesundheitssysteme zurückführen.

In Indonesien lehnen 80% der Bevölkerung Apps, die auf persönliche Daten zugreifen, strikt ab, während es in Indien und Brasilien nur 9% sind. In Deutschland sind es vor allem ältere Personen (50+) und Personen mit niedriger Schulbildung, die diesen Apps sehr kritisch gegenüberstehen. Besonders Männer, 16- bis 29-Jährige, Befragte mit Abitur und Personen mit hohem Einkommen äußern keine Bedenken.

In Niedriglohnländern ist die Angst vor Jobverlust durch KI und Automation besonders hoch. Dagegen machen sich 77% der Deutschen darüber keine Sorgen. Je höher die Bildung, desto niedriger ist in Deutschland die Angst, auf dem Arbeitsmarkt durch Künstliche Intelligenz oder Automation ersetzt zu werden. Vor allem Personen im Alter von 30 bis 49 Jahren machen sich darüber keine Sorgen.

Insgesamt wurden 30.890 Menschen aus 40 Nationen für diese Studie befragt, davon 7000 in den G7-Staaten (Deutschland, Italien, Japan, Kanada, USA, Großbritannien und Frankreich). Als exklusives deutsches WIN-Mitglied führte Produkt + Markt die Studie in Deutschland im Oktober 2018 durch.

Weitere interessante Ergebnisse sowie detaillierte Zahlen finden Sie in der angefügten Pressemitteilung (englischsprachig).

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